Vox - Kritiken

Konzert Zwischentöne am 27.11.2010 - Bericht Rheinpfalz

Musical-Melodie mit Gänsehaut-Garantie

Konzert „Zwischentöne“ im Ziegeleimuseum Jockgrim
von Barbara Eichenlaub in Die Rheinpfalz, Kultur regional am 04.12.2010

In eine schillernde Musicalhalle versetzt fühlten sich die Gäste des Konzertes „Zwischentöne“ im Jockgrimer Ziegeleimuseum. Fünf Jahre nach seinem Abschiedskonzert, vor einem Studium an der Universität für Musik und arstellende Kunst in Wien, gab der Sänger und Musicaldarsteller Alexander Voss endlich wieder einmal ein Konzert in seiner Heimatregion. Neben ihm, der lange Jahre im Jockgrimer Chor Vox Humana gesungen hat, trat auch sein ehemaliger Chor mit mehren hochklassisch gesungenen modernen Chorstücken auf. Glanzpunkte des mitreißenden Programms bot auch Antje Kohler. Ebenfalls Absolventin der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, begeisterte sie wie ihr Gesangspartner Voss mit Solo-Auftritten und tollen Duetten.

Wer Alexander Voss zum letzten Mal vor fünf Jahren live erlebte, als er bereits den Saal restlos in seinen Bann zog, war jetzt noch stärker begeistert von seiner unglaublichen Bühnenpräsens, von seinem fulminanten Gesang und  seinem lebhaften Schauspiel. Stets auf Neue schlüpfte er in die unterschiedlichsten Rollen, sichtbar durch immer wieder neue Garderobe. Er sang nicht nur wunderschöne Lieder wie „This is the moment“ aus „Jekyll & Hyde“ oder ironisch heitere Lieder wie „Die Klara aus der Sahara“ von Otto Stransky, sondern hatte sehr moderne Stücke aus Werken von Jimmy Robert oder Frank Wildhorn ausgewählt. Einfach köstlich sein Duett „Hengst und echt Blond“ mit Antje Kohler, Gänsehaut auslösend die gesungene Trennung „Too late“ aus „Gaudi“, in dem sich die knisternde Stimmung des streitenden Paares bis in den Saal fortsetzte. Ebenso wandlungsfähig wie ihr Kollege zeigte sich auch Kohler. Eindringlich klagte sie über ihr Los „Nur ‘ne Hausfrau“, umwerfend stark trat sie in „Milady ist zurück“ aus „Die drei Musketiere“ oder in „Ich kam und sah sie“ aus Miss Saigon auf.

Zwei emotionale Duette setzten den Schlusspunkt vor der Zugabe unter ein Konzert, das die Zuhörer noch lange schwärmen lässt. (bic)

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