Vox - Kritiken

Nachmittags im Museum

JOCKGRIM: Ensembles „Vox Humana" und „Voice & Stage Choir" geben gemeinsames Konzert - Konzertkririk von BARBARA EICHENLAUB in Die Rheinpfalz, Marktplatz Regional vom 29.11.2017

„Vox Humana", der moderne Chor der Chorgemeinschaft Jockgrim, und der junge Chor „Voice & Stage Choir" haben mit ihrem Konzert am späten Sonntagnachmittag ihre Fans begeistert und manch neuen Freund gefunden. Das Wagnis, bereits um 17 Uhr die ersten Akkorde im Ziegeleimuseum anzustimmen, zahlte sich aus, denn der Saal war komplett besetzt.

Motto des ausgesprochen kurzweiligen und unterhaltsamen Konzerts war der Titel des sentimentalen Songs „You've got a friend", der im dritten Konzertteil von „Vox Humana" mit viel Gefühl gesungen wurde. Das Programm war eine Mischung aus Liedern, die schon länger zum Repertoire des Chors gehören und neu aufgelegt wurden, sowie aus neuen Stücken. Eines davon war „Run to you", im Original von der A-CappellaGruppe Pentatonix. Hingebungsvoll und konzentriert sangen die Frauen und Männer unter Leitung von Konrad Knopf das lyrische Stück, das den Atem stocken ließ.

Was bei Konzerten von „Vox Humana" immer wieder wohltuend auffällt, ist die leichte, familiäre Atmosphäre. Die Akteure auf der Bühne haben einfach Spaß am Singen, der Dirigent leitet den Chor, ist aber zugleich ein Teil von ihm, begleitende Musiker harmonieren wunderbar mit den Sängern. In diesem Jahr konnte Harald Laudenbach als Pianist und Gitarrist gewonnen werden, der sich nahtlos hintereinander auf die zwei unterschiedlichen Chöre einließ. "Engel" von Ramstein ist eines der Lieblingslieder von „Vox Humana". Was ein Glück, dass es auch viele Sänger des "Voice & Stage Choir" singen können. So trug zuerst nur „Vox Humana" das Stück vor, als Zugabe sangen es am Ende aber beide Chöre gemeinsam - ohne vorherige Probe.

Im zweiten Set ging es mit „Vox Humana" musikalisch auf die grüne Insel Irland, nach England und Schottland. Bei einem irischen Medley wippten die Füße mit, Shantys machten gute Laune. Leise sangen viele Gäste im Saal bei „Greensleeves" mit, ließen sich von „Time After time" treiben.

Der „Voice & Stage Choir" unter Leitung von Nina Schromm gestaltete den dritten Konzertteil als „Special Guest". Als Gastgeschenk servierte der Chor mit jugendlichen und erwachsene Akteuren deutsche und englische Lieder, Schlager, Musical Hits und Rock-Klassiker. Gerne sangen die Zuhörer bei Schlagern wie "Aber bitte mit Sahne" oder „Im Wagen vor mir" mit und staunten über den Song „One small voice", der mit Gebärdensprache untermalt wurde. "Eh du verloren bist" erzeugte richtige Gänsehaut, wild und rockig begeisterten das Bon-Jovi-Medley und „Bohemian Rhapsody" von Queen. Gemeinsam wollten sich die Chöre mit "What a wonderful world" verabschieden, durften dann aber erst nach zwei Zugaben die Bühne verlassen.