Vox - Kritiken

Konzertkritiken: Abschiedskonzert Alexander Voss - 21.09.2005

Konzernkritik von Barbara Eichenlaub in "Die Rheinpfalz" - Marktplatz regional vom 21.09.2005

Gesangliches Abschiedgeschenk

JOCKGRIM: Alexander Voss gibt im Ziegekleimuseum ein mitreißendes Abschiedskonzert

Ein grandioses Abschiedsgeschenk präsentierte der Sänger Alexander Voss, organisatorisch unterstützt durch den Chor Vox Humana, seinen Freunden und Fans in einem voll besetzten Ziegeleimuseum. Voss beginnt in rund zwei Wochen eine zwejährige Musical-Ausbildung in Wien. Als Abschied und Start in eine neue berufliche Zukunft gab der Künstler mit musikalischen Gästen zusammen ein mitreißendes, gefühlvolles und sehr persönliches Konzert.

Das über zweistündige Programm enthielt einen Querschnitt durch das musikalische Repertoire des sympathischen Sängers, der abwechselnd als Solist, im Duett oder Trio und zusammen mit dem Vokalensembe Multiple Voice das Publikum verzauberte. Voss startete den Abend mit zwei Soli, und hatte dazu die Pop-Balladen "Can you feel the love tonight" und "Mandy" ausgewählt. Zwar noch etwas aufgeregt, aber dennoch locker und humorvoll, meisterte er technische Abstimmungsprobleme. Immer wieder suchte er Kontakt zum Publikum und ging singend durch die Reihen. Zu einem der absoluten Höhepunkte des Abends wurde "The Rose". Alexander Voss, seine Schwester Patricia und eine weitere Sopranistin, Edna Meyer, ernteten für ihr Arrangement der emotionsgeladenen, Gänsehaut erzeugenden Ballade begeisterten Applaus. Das Geschwisterpaar Patricia und Alexander Voss setzte als Duett zahlreiche weitere Glanzpunkte während des abwechslungsreichen Programms. Dazu zählte "The prayer", das von Konrad Knopf am Klavier begleitet wurde, und ein Liebeslied aus dem Musical Moulin Rouge. Der Saal tobte und die Menschen spendeten stehend den Künstlern dafür minutenlangen Beifall. Einfach toll war ein temperamentvoller, Gestenreichen Solo von Voss mit "Surprise" aus dem Musical "A chorus line", bei dem der Künstler sich absolut überzeugend darstellte. Mit viel Schwung sang er auch "Es gibt ein Licht ganz am Ende des Tunnels" aus Starlight-Express.

Das am Konzertabend siebenköpfige Ensemble Multiple Voice war ebenfalls eine Klasse für sich. Die vier Sänger, darunter Alexander Voss, und drei Sängerinnen sagen nicht nur sehr brillant, sondern faszinierten mit ihrer ausgefallenen Choreographie. So hatte das Publikum nicht nur einen ausgesprochenen Hörgenuss, sondern bekam auch optisch eine tolle Schau geboten. Musikalisch führte die Formation durch die ganze Welt, mit Liedern aus Afrika, einem Lied in bayerisch oder dem wunderschönen Musical-Hit "Somewhere over the rainbow".

Nach einer Zugabe von Alexander Voss kamen selbst ihm dann Tränen der Rührung, als seine Schwester mit Mutter Ingrid Voss und Edna Meyer eigens ein Abschiedslied für den Hauptakteur des Abends sangen. Die gesungenen zairischen Segenswünsche von Multiple Voice waren der Schlusspunkt eines Konzertes, das unter die Haut ging. (bic)

Bilder zum Konzert gibt es in der "Bildergalerie"